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Venus-Express sieht auf den ersten Blick Mars-Express sehr ähnlich.
Die Sonde ist recheckig geformt, mit den Maßen 1,65 x 1,7 x 1,4 Meter. Rechts und links sind dreh- und schwenkbare Solarzellen angebracht, die zusammen 5,7 Quadratmeter ergeben und eine Stromausbeute von 1100 Watt im Venusorbit ermöglichen. Mit den Solarzellen hat der Orbiter eine Spannweite von 8 Metern.
Venus-Express ist mit zwei Hauptantennen (HGA) ausgestattet. Die mit 1,3 Metern größere der beiden ist an der Vorderseite montiert, und ist fest mit der Sonde verbunden. Mit ihr kann eine Datenrate von maximal 260 Kbit erreicht werden.
Die zweite, deutlich kleinere Antenne, ist beweglich montiert und oberhalb der ersten zu erkennen.
Der Grund für zwei verschiedene Antennen ist u.a. die starke Hitze, die eine Sonde in einer Venusumlaufbahn ausgesetzt ist. Die Venus ist nur 108 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, die Erde dagegen 149 Millionen Kilometer.
Um die starke Sonnenstrahlung teilweise von den Messgeräten abzuhalten, wird die Antenne auch als Schutzschild verwendet. Bei besonders ungünstigen Venus-Erde-Stellungen, z.B. wenn sich Sonne, Erde und Venus in einer Dreiecksstellung zueinander befinden, wird die kleinere Antenne zum Datentransfer verwendet, während die größere weiterhin Richtung Sonne zeigt.
Befindet sich Venus (von der Erde aus gesehen) auf der gegenüberliegenden Seite der Sonde, kannd die Größere gleichzeitig als Sonnenschutz und für den Datentransfer verwendet werden.
Venus Express ist mit 7 Instrumenten ausgestattet. Sie sollen die Atmosphäre, die Oberfläche und die Umgebung des Planeten untersuchen. Alle Messgeräte wurden in identischer oder ähnlicher Bauweise bereits für die Sonden Mars Express oder Rosetta entwickelt.
Die meisten Messgeräte, insbesondere diejenigen, die während ihren Messungen auf den Planeten gerichtet sein und/oder vor hohen Temparaturen geschützt werden müssen, sind auf der Unterseite angebracht, und auf dieser so weit es geht von der Hauptantenne enfernt.
Dieser Bereich ist mit der sonnengeschützteste und somit kälteste am ganzen Orbiter.
Das für die breite Öffentlichkeit interessanteste Messgerät ist wahrscheinlich die Venus Monitoring Camera (VCM). Sie wird in Deutschland hergestellt, und stammt teilweise von der Mars-Express Kamera HRSCHigh Resolution Science Camera (HRSC) Hochauflösende Kamera an Bord der Sonde Mars-Express. ab.
Sie ist mit einem 1032 x 1024 Pixel CCD-Detektor ausgestattet, und hat einen Blickwinkeln von 17,5 Grad. Mit 6 verschiedenen Filtern kann sie Bilder im infraroten, sichtbaren und ultravioletten Bereich des Lichts erstellen.
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