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Der Orbiter hat, neben seinen sechs wissenschaftlichen Instrumenten, noch drei weitere Instrumente mit an Bord. Sie dienen höchstens indirekt der Wissenschaft, ihr Ziel ist es, Mars-Sonden der nächsten Generation sicherer und leistungsstärker zu machen.
Das Electra UHF Communications and Navigation Package (kurz Electra) soll zukünftigen Mars-Sonden in zweierlei Hinsicht behilflich sein.
Erstens kann es als Navigationshilfe dienen. Im Anflug befindliche Mars-Sonden, die ebenfalls mit Electra ausgerüstet sind, können mit dem MRO kommunizieren, und dadurch die eigene Geschwindigkeit und Entfernung zum Mars ermitteln. Das ermöglicht der Sonde eine weitaus genauere Navigation, die gerade in der sehr kritischen Phase kurz vor erreichen des Planeten sehr wichtig ist.
Zweitens kann der MRO sendeschwachen Landern als Relais-Station dienen, wie es z.B. die Rover SpiritSpirit Marsrover, der im Januar 2004 erfolgreich auf dem Mars gelandet ist. bzw. OpportunityOpportunity Marsrover, der im Januar 2004 erfolgreich auf dem Mars gelandet ist. und der Orbiter OdysseyOdyssey Kurzform des Namens der Raumsonde 2001 Mars Odyssey. praktizieren. Die Rover senden ihre Daten erst zum Orbiter, der diese mit hoher Geschwindigkeit zur Erde sendet.
Die Sendeleistung von gelandeten Einheiten ist für Direktübertragunen zur Erde mit hohen Datenraten zu schwach, u.a. da ihnen nicht soviel Energie zur Verfügung steht und die Größe ihrer Hauptantenne kleiner ist.
Der MRO soll den Großteil der Daten des im Jahr 2007 auf der Oberfläche eintreffenden Lander PhoenixPhoenix Mars-Lander, der im Jahr 2007 gestartet und 2008 auf der Oberfläche gelandet ist. zur Erde weiterleiten.
Die Optical Navigation Camera diente dagegen dem MRO als Navigationshilfe.
Es ist eine kleine und leichtgewichtige Kamera, die in den 30 Tagen vor erreichen des Mars eine ganze Serie von Bilder aufgenommen hat. Anhand von Sternpositionen und denen der beiden Mars-Monde konnte die augenblickliche Position des Orbiters sehr genau bestimmt werden.
Der MRO benötigte die Kamera NICHT, um erfolgreich in eine Umlaufbahn einzubremsen. Sie ist ein Experiment, das zukünftigen Orbitern und Rovern einen präziseren Anflug ermöglichen soll. Gerade bei kommenden Landern und Rovern, die immer kleinere Landegebiete anfliegen können sollen, sind genaue Anflugparameter sehr wertvoll.
Das Ka-band Telecommunications Experiment Package soll eine Steigerung der Datenrate ermöglichen.
Heutzutage sind Frequenzen im sogenannten X-Band üblich, über die alle Daten mit hoher Geschwindigkeit übertragen werden. Ka-Band-Frequenzen liegen bei 32 Mega-Hertz (gegenüber 8 MHertz für X-Band), und ermöglichen dadurch noch höhere Datenraten bei gleichzeitig verringertem Energieaufwand.
Standardmäßig werden die Daten des MRO über X-Band zur Erde gesendet. Der mitgeführte Ka-Band Transponder soll die Vor- und Nachteile der neuen Kommunikationsmöglichkeit ausloten.
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