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Mit über 2 Tonnen Startgewicht sprengt der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) die Dimensionen vom Mars-Sonden der jüngeren Vergangenheit.
Seit dem Mars Global Surveyor (MGS)Mars Global Surveyor (MGS) 1996 gestartete Marssonde, die bis 2006 hochauflösende Bilder der Marsoberfläche zur Erde sendete. wogen Raumsonden mit Ziel Mars beim Start zwischen 700 und 1.200 Kilogramm, ganz gleich, ob es sich dabei um einen Orbiter, einen Lander oder einen Rover handelte.
Das Gewicht des MRO betrug beim Start 2.180 Kilogramm, davon entfielen 1.031 Kg auf die Sonde selbst, und die restlichen 1.149 Kg auf den mitgeführten Treibstoff.
Der MRO ist 6,5 Meter hoch, seine Spannweite mit ausgeklappten Solarzellen beträgt 13,6 Meter. Die beiden seitlich angebrachten Solarzellen sammeln auf einer Fläche von 20 Quadratmetern das Sonnenlicht, und generieren daraus im Marsorbit bis zu 1.000 Watt Strom.
Die mitgeführte Hauptantenne ist, für Mars-Sonden, überdurchschnittlich groß. Sie hat einen Durchmesser von 3 Metern, fast doppelt so groß wie die bisheriger Marsorbiter.
Sie soll Datenübertragungsraten von 6 Mega Bit pro Sekunde erreichen, wenn Erde und Mars sich nahe stehen. Sind die Himmelskörper weit voneinander entfernt, wird sie auf jedenfall niedriger ausfallen.
Diese hohen Datenraten sind dringend notwendig, da die an Bord befindlichen Messgeräte riesige Datenmengen produzieren. Ein Bild der hochauflösenden Kamera wird 28 Giga Bit groß sein. Mehrere Stunden bis mehrere Tage werden anschließend benötigt, dieses Bild zur Erde zu übertragen.
Am hinteren Ende befindet sich sechs jeweils 170 Newton starke Triebwerke (Orbit Insertion Trusters). Sie sollen den Orbiter bei der Ankunft am Mars abbremsen, damit er in eine Mars-Umlaufbahn einschwenkt anstatt an dem Planeten vorbei zu fliegen.
Die sechs Triebwerke wurden ursprünglich für einen Mars-Lander gebaut, der im Jahre 2001 starten und 2002 auf dem Mars aufsetzen sollte. Da jedoch beiden im Jahr 1998 gestarteten Sonden (MCOMars Climate Orbiter (MCO) 1999 gestarteter Mars Orbiter, den die NASA aufgrund einer recht dusseligen Fehlberechnung in der Marsatmosphäre verglühen ließ. und MPLMars Polar Lander (MPL) Amerikanischer Mars-Lander, der 1998 während der Landung verloren ging. ) verunglückten, wurde der 2001er Lander ersatzlos gestrichen. Manche der Bauteile des Landers waren bereits fertig, und standen somit andern Projekten zur Verfügung.
Die meisten wissenschaftlichen Messgeräte sind an der Unterseite der Sonde befestigt. Diese Seite wird ständig auf den Planeten gerichtet und somit auch immer im Sichtfeld der Messgeräte sein.
Hauptantenne und Sonnensegel sind beide voll beweglich, damit sie zu jeder Zeit auf die Erde bzw. Sonne gerichtet sein können.
Im Bild sind drei amerikanische Mars-Orbiter der Neuzeit zu sehen. Die Größenunterschiede der Sonden ist deutlich sichtbar.
Die Orbiter von links nach rechts:
Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)
Mars Global Surveyor (MGS)Mars Global Surveyor (MGS) 1996 gestartete Marssonde, die bis 2006 hochauflösende Bilder der Marsoberfläche zur Erde sendete.
2001 Mars Odyssey
Auch die Anzahl der Instrumente wird beim MRO höher sein, als die anderer Mars-Sonden der NASA.
MGS und Odyssey sind beides hochspezialisierte Sonden, die lediglich vier bzw. drei Messgeräte an Bord haben, beim MRO werden es sechs Stück sein, nicht mitgerechnet drei Instrumente, die andere Mars-Sonden bzw. gelandete Einheiten unterstützen sollen.
Alle Instrumente werden auf kommenden Seiten genauer erklärt, hier nur ein kurzer Überblick:
Die Kamera HIRISE wird Bilder mit einer Auflösung von 30 Zentimetern pro Pixel erstellen, und somit die Auflösung der Kameras an Bord des Mars Global Surveyor ein gutes Stück übertrumpfen.
Der Context Imager (CTX) wird simultan mit HIRISE Aufnahmen machen. Sie bietet einen Bildausschnitt von 30 Kilometer Breite und einer Auflösung von 6 Meter pro Pixel.
Der Mars Color Imager (MARCI) wird Weitwinkelaufnahmen erstellen, mit denen Sandstürme und Wolken untersucht werden sollen.
Der Compact Reconnaissance Imaging Spectrometers for Mars (CRISM) ist ein Spektrometer, das sichtbares und infrarotes Licht in hunderte Farben aufsplitten kann. Seine Auflösung beträgt maximal 18 Meter pro Pixel.
Anhand solcher Art Untersuchungen kann auf die Zusammensetzung der Oberfläche geschlossen werden.
Das Shallow Subsurface Radar (SHARAD) wird mit Hilfe von Radarstrahlen bis in eine Tiefe von einem Kilometer nach flüssigem oder gefrorenen Wasser suchen.
Der Mars Climate Sounder (MCS) ist für die Untersuchung der Atmosphäre zuständig. Er kann Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Staubanteil in verschiedenen Höhen der Atmosphäre messen.
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