Im Bild ist die Unterseite der Sonde zu sehen. Sie ist ständig auf die Mars Oberfläche gerichtet, geradewegs nach unten, im 90 Grad Winkel zur Flugrichtung.
Somit sind an ihr alle Messgeräte angebracht, die zur Aufnahme von Messdaten die Oberfläche genau im Visir haben müssen.
Als da wären die hochauflösende Kamera Mars Orbiter Camera (MOC), das Infrarot-Spektrometer Thermal Emission Spectrometer (TES), das Höhenmessgerät Mars Orbiter Laser Altimeter (MOLA) und die Mars Relay Antenne.
Das Magnetometer und das Electron Reflectometer dienen der Vermessung des Mars-Magnetfeldes, und müssen nicht auf die Marsoberfläche gerichtet sein.
Nachdem die beiden Viking-Orbiter in den 70er Jahren den gesamten Planeten mit geringer oder mittlerer Auflösung abgelichtet haben (maximal 40 Meter pro Pixel), sollte der MGS nun hochauflösende Bilder von ausgewählten Gegenden erstellen.
Das ganze Instrument ist 80 Zentimeter hoch und ca. 40 Zentimeter breit und besteht aus zwei Kameras.
Der silberne Zylinder ist der Teleskoptubus der hochauflösenden Kamera, sein Durchmesser beträgt 35 Zentimeter. Der dunkele Aufsatz auf der linken Seite gehört zur Weitwinkelkamera.
Die hochauflösende Kamera erstellt schwarz-weiß Bilder, ihre Auflösung bei normalem Gebrauch liegt bei ca. 1,5 Meter pro Pixel. Die reale Auflösung kann jedoch schlechter sein, was durch Staub in der Marsatmosphäre zurückzuführen ist.
Im Laufe der Mission haben Ingenieure und Techniker eine Methode entwickelt, um die Auflösung auf bis zu 0,5 Meter pro Bildelement zu steigern. Diese Methode wird cPROTOcompensated Pitch and Roll Targeted Observation Von der NASA für den Mars-Orbiter Mars Global Surveyor entwickeltes Verfahren, um die Auflösung der an Bord befindlichen Kamera zu erhöhen. genannt, und bringt erstaunliche Resultate zustande.
Kamera 2 ist eine Weitwinkelkamera, die Farbbilder des gesamten sichtbaren Horizonts erstellt.
Mit ihrer Hilfe will man tägliche Portraits des ganzen Planeten aufnehmen, um auf diese Weise Staubstürme und andere Wetterphänomene zu verfolgen und besser zu verstehen.
Mit dem Instrument MOLA werden Höhendaten der Oberfläche gesammelt.
Zu diesem Zweck schickt MOLA Laserstrahlen Richtung Oberfläche. Anhand der Zeit, die zwischen dem Senden und dem Empfangen der reflektierten Signale vergeht, kann auf die Höhe der jeweiligen Gegend geschlossen werden.
Mars Relay ist weniger ein wissenschaftliches Messgerät, als vielmehr eine Empfangsantenne.
Mit dieser kann der Orbiter Daten von gelandeten Einheiten aufnehmen, und diese mit hohen Datenraten zur Erde senden.
Ein Großteil der Daten der beiden Rovern SpiritSpirit Marsrover, der im Januar 2004 erfolgreich auf dem Mars gelandet ist. und OpportunityOpportunity Marsrover, der im Januar 2004 erfolgreich auf dem Mars gelandet ist. gelangten auf diesen Umweg zur Erde. Diese Rover und andere Lander haben meistens kleinere Antennen als ihre orbitalen Vettern, daher können sie Daten nur mit wesentlich geringeren Geschwindigkeiten zur Erde übertragen.
Somit schickt man größere Datenmengen erst vom Lander zum Orbiter, und der leitet sie weiter zur irdischen Bodenstation.
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