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    Raumsonden    

Offizieller Name:
Juno
Internet: Juno - Homepage NASAAdresse:
http://www.nasa.gov/mission_pages/juno/main/index.html
Primär-Ziel: JupiterJupiter
Größter Planet in unserem Sonnensystem, er zählt zur Kategorie der Gasriesen. Jupiter wurde mehrere Jahre von der Raumsonde Galileo aus einer Umlaufbahn untersucht, mit Juno ist die nächste Sonde bereits im Bau. 
Organisation: NASANational Aeronautic and Space Administration (NASA)
Amerikanische Raumfahrtagentur. 
Startrakete: Atlas V 551Atlas V 551
Amerikanische Startrakete. Version 551 bedeutet: 5 Meter breite Schutzhülle(Fairing), 5 seitliche Feststoffraketen, ein-motorige Centaur-Oberstufe. 
Juno - Rendering - - ©: NASA / JPL

Start, Reise und Missionsverlauf

Starten soll Juno zwischen dem 11. und 31. August des Jahres 2011. Als Startrakete wurde eine Atlas V 551Atlas V 551
Amerikanische Startrakete. Version 551 bedeutet: 5 Meter breite Schutzhülle(Fairing), 5 seitliche Feststoffraketen, ein-motorige Centaur-Oberstufe. 
gewählt, eine der leistungsstärksten Versionen aus dem Sortiment der amerikanischen Atlas-Raketen. Ihre Aufgabe wird es sein, die Sonde in eine fast 2-jährige Umlaufbahn um die Sonne zu befördern.

Juno - Kurs

Etwas weniger als ein Jahr nach dem Start, zwischen dem 1. Juli und 10. Oktober 2012, muss die Sonde ihren Kurs korrigieren.

Während dieses sogenannten Deep Space Maneuvers (DSM) wird sie einen Teil ihres Treibstoffvorrates verbrauchen. Das DSM ist nötig, um Juno zurück zur Erde zu befördern, um nötige Geschwindigkeit für den weiten Flug zum Jupiter aufzunehmen. Das genaue Datum des DSM hängt vom Starttermin ab, der sich eventuell um mehrere Tage verschieben kann, sollte ihn ein Problem verzögern.

Der Erdvorbeiflug soll sich, ungeachtet von Startverzögerungen, zwischen dem 17. und 18 Okober 2013 abspielen. Bei diesem Gravity-Assist (GA)Gravity Assist (GA)
Angewendetes Verfahren, um mittels eines nahen Vorbeiflugs an einem Planeten die Richtung und die Geschwindigkeit einer Raumsonde zu beeinflussen. Wird auch gern Swing-By genannt. 
werden Kurs und Geschwindigkeit der Sonde so verändert, das sie anschließend ohne große Kurskorrekturen und ohne weitere Vorbeiflüge an Planeten oder Asteroiden zum Jupiter fliegt.

Die Ankunft im Jupiter-System ist für den 19. Oktober 2016 geplant. Mit einer letzten großen Triebwerkszündung bremst die Sonde in eine elliptische Umlaufbahn um die Pole des Planeten ein.

Missionsverlauf

Nach dem Jupiter Orbit Insertion (JOI)Jupiter Orbit Insertion (Orbit Insertion)
Manöver zum Einschwenken in eine Planetenumlaufbahn. 
, der die Sonde erstmal nur in eine Umlaufbahn einbremsen soll, wird die Sonde bei zwei Jupiter-Annäherungen ihre Umlaufbahn soweit korrigieren, das sie genau über die beiden Pole des Planeten führt.

Juno - Umlaufbahnen

Für einen Umlauf wird Juno 11 Tage benötigen. Dabei wird sie dem Planeten bis auf 1,06 Jupiterradien (ca. 80.000 Kilometer) nahe kommen, und sich bis auf 39 Jupiterradien entfernen (3 Millionen Kilometer).

Die Mission soll mindestens ein Jahr dauern, für diese Zeit sind 32 Umläufe geplant. Währenddessen wird sich die Neigung der Umlaufbahn leicht verändern, wie in dem Bild zu sehen.

Juno - Orbit

Jeder Umlauf um den Planeten ist in verschiedene Phase unterteilt. Ein Umlauf wird 11 Tage dauern, was etwa 260 Stunden entspricht.

Nur rund 4 Stunden vor und 4 Stunden nach der nächsten Annäherung an Jupiter befindet sich die Sonde in dem Bereich, der für die Wissenschaft am interessantesten ist. Dort werden sämtliche Instrumente eingeschaltet, und alle nur möglichen Daten gesammelt.

Die restliche Zeit werden die Instrumente geringere Datenmengen aufnehmen. Befindet sich Juno weit von Jupiter entfernt, können keine wertvollen Messwerte gesammelt werden, somit schaltet man die Instrumente in einen Modus, indem sie wenig Strom verbrauchen, und Daten in größeren zeitlichen Abständen sammeln.

Während eines Umlaufes wird die Sonde lediglich innerhalb 6 maximal 8 Stunden langen Phasen in Kontakt mit der Erde sein. Während dieser Verbindungen mit dem amerikanischen Funknetz Deep Space Network (DSN)Deep Space Network (DSN)
Amerikanisches Netzwerk von Empfangsantennen, die den Funkkontakt zu Raumsonden und Satelliten aufrech erhält. 
werden die gesammelten Daten zur Erde gesendet. Der Hauptrechner der Sonde hat genügend Speicher, um Messwerte auch länger zwischenzuspeichern, und muss somit nicht rund um die Uhr im Kontakt mit der Bodenstation stehen.

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