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    Raumsonden    

Offizieller Name:
Juno
Internet: Juno - Homepage NASAAdresse:
http://www.nasa.gov/mission_pages/juno/main/index.html
Primär-Ziel: JupiterJupiter
Größter Planet in unserem Sonnensystem, er zählt zur Kategorie der Gasriesen. Jupiter wurde mehrere Jahre von der Raumsonde Galileo aus einer Umlaufbahn untersucht, mit Juno ist die nächste Sonde bereits im Bau. 
Organisation: NASANational Aeronautic and Space Administration (NASA)
Amerikanische Raumfahrtagentur. 
Startrakete: Atlas V 551Atlas V 551
Amerikanische Startrakete. Version 551 bedeutet: 5 Meter breite Schutzhülle(Fairing), 5 seitliche Feststoffraketen, ein-motorige Centaur-Oberstufe. 
Juno - Rendering - - ©: NASA / JPL

Aufbau und Instrumente

Juno - Aufbau

Juno wird eine der größten interplanetaren Raumsonden, die es bislang gab. Mit verantwortlich dafür sind die riesigen Solarzellen. Bislang wurden bei Missionen zum Jupiter oder darüber hinaus noch nie Solarzellen zur Stromerzeugung verwendet, da sie mit wachsender Entfernung zur Sonne immer weniger Strom produzieren. Duch den geringen Energiebedarf der Sonde und ihrer Instrumente reicht die Energie in diesem Fall jedoch aus.

Da sich die Sonde während der gesamten Mission, im Jupiterorbit und auf dem Weg dorthin, durch Eigenrotation von 2 bis 5 Umdrehungen pro Minute selbst stabilisiert, kann auf einige stromhungrige Stabilisatoren wie z.B. Gyroskope verzichtet werden. Unter den Messinstrumenten sind keine Stromfresser, wie aktkve Radarsysteme oder hochauflösende Kameras mit schnellen bildverarbeitenden Rechnern. Um weiter Energie einzusparen, werden die meisten Systeme nur eingeschaltet, wenn sich die Sonde in Jupiternähe befindet, und durch die eher niedrigen Datenmengen der Instumente müssen die gesammelten Daten auch nicht rund um die Uhr zur Erde gesendet werden.

Während des Starts befinden sich die Solarzellen eingeklappt an drei der sechs Seiten der Sonde. Kurz nach dem Start werden sie entfaltet, um die Sonde mit dem nötigen Strom zu versorgen.

Zwei der drei 'Flügel' sind komplett den Stromerzeugern gewidmet, sie sind jeweils 2 x 8,4 Meter groß. Die Solarzellen des dritten Flügels sind etwas kleiner dimensioniert, da das äußerste, vierte Element ein wissenschaftliches Instrument beherbergt. Bis auf 10 Minuten während eines Erd-Vorbeifluges sind die Solarzellen fast genau Richtung Sonne (bzw. Erde) gerichtet, und können den Orbiter mit der nötigen Energie versorgen.

Für die Datenübertragung wird eine 2,5 Meter große Hauptantenne verwendet, die in der Mitte des Hauptkörpers angebracht ist. Um sie herum sind die meisten der Messinstrumente angebracht.

Instrumente

Juno - Aufbau

Mit an Bord von Juno sind offiziell 4 wissenschaftliche Instrumente:

• Microwave Radiometer (MWR)
• Magnetometer (MAG)
• Gravity Science (GS)
• Fields and Particles

Von diesen Instrumenten braucht keines ausgerichtet zu werden, um Messungen vorzunehmen. Entweder sind deren Messergebnisse unabhängig von der Blickrichtung, oder aber die Messgeräte bestehen aus mehreren Empfängern, die an verschiedenen Stellen der Sonde angebracht sind.

Die Instrumente sind für die Erforschung des Magnetfeldes, des Partikelflusses, der Atmosphäre und der nahen Jupiterumgebung nötig. Unter anderem sollen sie die Frage beantworten, ob Jupiter einen festen Kern besitzt, und wie er aufgebaut ist. Durch Messung des Gravitations- und Magnetfeldes ist es möglich, Aussagen über den inneren Aufbau des Planeten zu machen.

Kamera JunoCam

Die JunoCam ist für die breite Öffentlichkeit wahrscheinlich das interessanteste 'Messgerät' an Bord. Offiziell wird sie sogar nicht als wissenschaftliches Instrument deklariert, sondern wude mehr für die Öffentlichkeitsarbeit in das Portfolio der Sonde übernommen.

Auch sie ist seitlich an der Sonde befestigt, und kann nicht direkt auf ein Ziel ausgerichtet werden. Sie kann Farbbilder mit einer maximalen Auflösung von 15 Kilometern pro Pixel von Jupiter's dynamischen Atmosphäre machen. Ihr Blickfeld beträgt schmale 18° x 3,4°, durch die Drehung der Sonde können jedoch lange Streifen aufgenommen werden.

JunoCam wird nur vereinzelt Bilder machen können, und auch nur dann, wenn Jupiter oder einer der Monde 'zufällig' in das Sichtfeld der Kamera geraten. Von den äußeren Monden wird es wahrscheinlich überhaupt keine Bilder geben, höchsten von den Inneren wie IoIo
Jupitermond. Er ist der vulkanisch aktivste Körper in unserem Sonnensystem. 
oder einem der vielen kleineren, deren Umlaufbahn sie nahe an Jupiter heranbringt.

Jupiter - Aurora

Durch die Flugbahn der Sonde werden auch die Pole des Gasriesen in das Blickfeld der Sonde geraten, und Bilder von dieser Region konnten bisher nur schwer oder gar nicht gewonnen werden. Aufnahmen dieser Art werden die einzigen wissenschaftlich verwertbaren sein, die restlichen sind dafür gedacht, interessierten Menschen auch etwas mehr bieten zu können, als nur schwer verständliche Messwerte von Magnetfeldern und Partikelfeldern.

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